Raster

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Die Welt wird wie ein Schachbrett in Felder aufgeteilt. Dabei hängt der Zustand eines Feldes von dem seiner Nachbarfelder ab, in unserem Falle hat jedes Feld acht Nachbarn, nämlich das Feld darüber, darunter, links und rechts, sowie links oben, rechts oben, links unten und rechts unten.

Die Seiten des Brettes sind jeweils verknüpft, das heißt, alles, was das Spielbrett nach rechts verlässt, kommt von links wieder herein, was das Brett nach oben verlässt, taucht von unten wieder auf. Dies dient der Vereinfachung, denn dadurch, dass es keinen Rand gibt, herrschen auf jedem Feld gleiche Bedingungen. Als Form des Spielbrettes ergibt sich daher ein Torus, vergleichbar mit einem Autoreifen.

Die Zeit läuft im Takt ab.

Unter dem Spielbrett ist die jeweilige Population in der entsprechenden Farbe abgebildet. Dabei enspricht die Höhe dieses Feldes der Gesamtzahl der Felder des Spielbrettes (bei "Epidemie" der Gesamt-Bevölkerung).

WATOR
Wator (WAter TORus) ist der Klassiker unter dieser Art von Simulationen, erfunden von A. K. Dewdney im Jahre 1984.

Im Meer schwimmen Haie (grau) und Fische (blau) herum. Die Bewegungsrichtung wird bei jedem Zug per Zufallszahl ermittelt. Kommt ein Hai auf ein Feld, auf dem sich bereits ein Fisch befindet, frisst er ihn auf.

Du kannst die Anfangspopulationen der Haie und der Fische eingeben, und bestimmen, nach wie vielen Tagen sich die Fische vermehren, nach wie vielen Tagen sich die Haie vermehren und nach wie vielen Tagen ohne Nahrung ein Hai stirbt.

Klickt man das Kästchen "Haie riechen Fische" an, ändert sich die Dynamik : Die Haie schwimmen nicht mehr auf ein zufällig gewähltes Nachbarfeld, sondern bevorzugt auf eines, auf dem sich ein Fisch befindet.

EPIDEMIE
EpidemieHier soll die Dynamik einer (nicht tödlich verlaufenden) Grippe-Epidemie simuliert werden.

Die gesunden (schwarzen) Menschen laufen zufällig herum. Drückt man die "Infektion"s-Taste, wird ein Individuum krank (rot).

Kommt nun ein Gesunder auf eines der acht Nachbarfelder eines Infizierten, steckt er sich an (färbt sich rot). Nach einiger Zeit wird er wieder gesund und bleibt für ein paar Tage immun (blau); in dieser Phase kann er nicht angesteckt werden. Nach Ablauf der Immunität wird er wieder schwarz.

Du kannst die Bevölkerungsdichte, die Dauer der Krankheit sowie die Dauer der Immunitätsphase einstellen. Außerdem kannst Du durch Ziehen mit der Maus geografische Hindernisse errichten. Ob das wohl hilft, die Epidemie einzudämmen ?

CRO MAGNON
Cro Magnon Hat der Mensch das Mammut ausgerottet ? Und mit ihm andere Großsäuger, wie das Wollnashorn, den Höhlenbären, den Riesenhirschen, den Neandertaler, den Auerochsen, das Wildpferd,...? In diesem Spiel heißt es : Das kommt darauf an ! Worauf ? Na, Du kannst es selbst einstellen :

Zunächst ist da das Gras der eiszeitlichen Steppe. Es kann, abhängig vom Klima, langsamer oder schneller wachsen.

Dann kannst Du mit dem entsprechenden Button "Neue Mammuts" ins Spiel bringen. Wo sie weiden, wächst für einige Zeit kein Gras mehr ! Auch hier kannst Du bestimmen, wie schnell sie sich vermehren und wie lange sie ohne Nahrung auskommen.

Nun kannst Du die Cro-Magnon-Jäger mit Hilfe des entsprechenden Buttons auf die Mammuts loslassen. Auch hier hängt der Erfolg davon ab, wie schnell sich die Menschen vermehren und wie lange sie ohne Nahrung auskommen (wie in der Wator-Version "Haie riechen Fische" bevorzugen die Jäger diejenigen Nachbarfelder, auf denen sie etwas zu essen finden).

Was haben die Menschen gegessen, nachdem die Mammuts ausgestorben (worden) waren ? Sie sind nicht, wie die Haie in "Wator", verhungert, sondern haben die Landwirtschaft erfunden. Mit Hilfe des Buttons "Neue Felder" kannst Du Äcker in der Steppe anlegen. Für die Jäger stellen sie eine genauso gute Nahrungsquelle dar wie die Mammuts, nur dass diese nach Verzehr nicht verschwinden. Für die Mammuts hingegen ist ein Feld dasselbe wie Gras, das sie genauso abweiden.
Also, hat er oder hat er nicht ? zurück